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  • aschmitz

Dauerregen bei den Tannenhähern

Im September letzten Jahres war es endlich soweit. Eine Fotoreise in den Süden Deutschlands stand auf dem Programm, um dort von samstags bis donnerstags Eichhörnchen und Tannenhäher, unter anderem im Rahmen eines Workshops mit Stefan Imig, in ihrem Lebensraum abzulichten.


Samstags morgens ging es bereits früh nach Lahnstein, um mich dort mit einem befreundeten Fotografen zu treffen. Nach kurzem Halt beim Bäcker, machten wir uns frisch gestärkt auf den Weg in den Süden. Einige Stunden später und am Ort des Geschehens angekommen, zeigte sich das Wetter leider nicht unbedingt von seiner besten Seite. Während gefühlt im gesamten Land schönes Wetter vorhergesagt war, wurde an unserem Standort Dauerregen prognostiziert. Am Abend stand dennoch erstmal Location-Scouting und, nachdem wir noch eine weitere Fotografin vom Bahnhof abgeholt hatten, ein gemeinsames Abendessen an.


Von den insgesamt düsteren Wetteraussichten ließen wir uns die folgenden Tage nicht entmutigen, schmissen uns in unsere Regenklamotten, bewaffneten uns zudem mit Regenschirmen und verschwanden bis donnerstags tagsüber im Wald. Mit im Gepäck war das kurz zuvor eingetroffene Canon RF 600 f4, das Canon EF 400 f2.8, welches ich mir für diese Tour geliehen hatte sowie ein paar kürzere Linsen samt Canon EOS R5 und EOS R3.


Während wir uns vor Ort zwar sowohl mit den Eichhörnchen als auch mit den Tannenhähern beschäftigten, möchte ich in diesem Beitrag lediglich auf die Tannenhäher eingehen. Diese schlauen Vögel machten uns riesigen Spaß. Es war eine Freude, das Verhalten der Vögel zu beobachten und somit immer mehr über die Tannenhäher zu erfahren. Da es in der Gegend viele Besucher gibt, die die Eichhörnchen füttern, wissen die Tannenhäher immer, wo sie etwas fressbares abgreifen können. Zum einen sind sie so schnell, dass sie den Eichhörnchen das Fressen vor der Nase weg schnappen. Andere Tannenhäher wiederum verlassen sich auf ihre Beobachtungsgabe und warten darauf, dass eines der Eichhörnchen eine Nuss vergraben hat. Diese wird dann schnell von den Vögeln ausgebuddelt und an einer anderen Stelle wieder vergraben. Ein Glück für die Eichhörnchen, dass sie so viele Nüsse verbuddeln und immer noch irgendwas für den Winter übrig bleibt!


Fotografisch ergeben sich aber mit den Tannenhähern dadurch viele Möglichkeiten. Sie zeigen aufgrund der vielen Menschen vor Ort wenig Scheu und bleiben auch in guter Fotodistanz, teils aber auch schon fast zu nah, auf den Ästen sitzen und beobachten einen. Hierbei ist es immer wieder schön, wenn man aus dem dunkeln Wald hinaus fotografiert und die Vögel so vor ein paar Unschärfekreise setzen kann. Leider sorgte das schlechte Wetter dafür, dass kein schönes Abendlicht vorhanden war, weshalb ein paar Motive nicht möglich waren. Ich bin aber dennoch mit meiner Ausbeute an den paar Tagen sehr zufrieden!








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